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Domain umziehen ohne Ausfall: Schritt für Schritt

Inhalt dieses Artikels
  1. Domain umziehen ist nicht Website umziehen
  2. Warum Du überhaupt wechseln willst
  3. Die Vorbereitung: Das gehört vorher erledigt
  4. Der Ablauf Schritt für Schritt
  5. Stolperfallen, die Ausfälle verursachen
  6. Was ein Domainumzug mit SEO zu tun hat
  7. Selbst machen oder machen lassen?
  8. Häufige Fragen

Eine Domain umzuziehen geht ohne Ausfall, wenn Du vorher die DNS-Einträge sicherst, den Auth-Code beim alten Anbieter anforderst und Website sowie E-Mail erst dann umstellst, wenn am neuen Ort alles läuft. Der eigentliche Wechsel der Domain dauert meist nur Stunden bis wenige Tage, die Fehler passieren fast immer bei der Vorbereitung.

Hier erfährst Du, was ein Domainumzug eigentlich ist, in welcher Reihenfolge Du vorgehst und welche Stolperfallen Dir Website und E-Mails lahmlegen können.

Domain umziehen ist nicht Website umziehen

Bevor Du anfängst, lohnt sich eine Unterscheidung, die oft verwechselt wird:

  • Domain umziehen (Providerwechsel): Die Verwaltung des Namens, zum Beispiel deinefirma.de, wechselt von einem Registrar zu einem anderen. Die Domain bleibt dieselbe, nur der Vertragspartner ändert sich.
  • Website umziehen: Dateien und Datenbank wandern auf einen anderen Server. Die Domain kann dabei beim alten Anbieter bleiben, sie bekommt dann nur neue Verweise.
  • E-Mail umziehen: Postfächer und Mails wandern zu einem anderen Mail-Anbieter. Das ist technisch ein dritter, eigener Vorgang.

Viele Anbieter bündeln alles in einem Paket. Dann wirkt ein Wechsel wie ein einziger Schritt, besteht in Wahrheit aber aus bis zu drei Umzügen, die zusammenpassen müssen. Genau dort entstehen die Ausfälle.

Warum Du überhaupt wechseln willst

Typische Gründe für einen Domainumzug:

  • Der Anbieter ist zu teuer geworden oder verlangt Zusatzgebühren.
  • Du willst Domain, Hosting und E-Mail bei einem verlässlichen Partner bündeln.
  • Der Support ist schwer erreichbar oder die Verwaltung unübersichtlich.
  • Du willst die Domain unter Deinem eigenen Kundenkonto statt bei der alten Agentur haben.
  • Du gehst mit der Website live und der alte Anbieter passt nicht mehr zum Projekt.

Gerade der letzte Punkt ist wichtig: Die Domain gehört Dir, nicht dem Dienstleister. Prüf bei Gelegenheit, wer im Registrar-Konto als Inhaber eingetragen ist. Steht dort die Agentur, kann das bei einem Streit zum Problem werden.

Die Vorbereitung: Das gehört vorher erledigt

1. Bestandsaufnahme der DNS-Einträge

Die DNS-Einträge sagen dem Internet, wo Deine Website und Dein Mail-Server liegen. Hole die komplette Liste aus der alten Verwaltung und sichere sie als Screenshot oder Textdatei. Wichtige Typen:

EintragWofür er gebraucht wird
A / AAAAVerweist auf den Server der Website
CNAMELeitet Subdomains weiter, zum Beispiel www
MXBestimmt, wohin E-Mails zugestellt werden
TXT (SPF, DKIM, DMARC)Weist Deine Absender als echt aus und verhindert Spam-Einstufung
TXT (Verifizierungen)Bestätigt Dienste wie Google Search Console

Vergisst Du die MX- oder TXT-Einträge, kommen nach dem Wechsel keine Mails mehr an oder Deine Nachrichten landen im Spam-Ordner.

2. Laufzeit und Kündigung prüfen

Prüfe, ob und wann Dein Vertrag endet. Bei vielen Anbietern verfällt die Restlaufzeit der Domain nicht, aber manche berechnen eine Gebühr für den Auszug. Kündige die alte Domain erst, wenn die Übertragung bestätigt ist, sonst riskierst Du, sie zu verlieren.

3. Domain entsperren und Auth-Code anfordern

Die meisten Registrare sperren Domains gegen unbefugten Transfer. Du musst die Sperre aufheben und den Auth-Code (auch AuthInfo oder EPP-Code genannt) anfordern. Er dient als Passwort für den Umzug. Bei .de-Domains ist der Ablauf bei der DENIC zentral geregelt, bei anderen Endungen gelten teils eigene Regeln. Frag im Zweifel beim neuen Anbieter nach, der führt Dich meist durch den Prozess.

4. Kontaktdaten und E-Mail-Adresse prüfen

Registrare schicken Bestätigungs-Mails an die hinterlegte Adresse des Domain-Inhabers. Liegt sie auf der Domain, die Du gerade umziehst, kommst Du eventuell nicht an die Mail. Nutze deshalb vorübergehend eine externe Adresse.

Der Ablauf Schritt für Schritt

  1. Beim neuen Anbieter den Domaintransfer bestellen und den Auth-Code eintragen.
  2. Den Transfer bestätigen, falls eine Bestätigungs-Mail kommt. Je nach Endung ist das Pflicht, sonst läuft die Anfrage ins Leere.
  3. DNS-Einträge beim neuen Anbieter vor dem Wechsel anlegen. So zeigen Website und Mail vom ersten Moment an auf die richtigen Ziele.
  4. Auf die Übertragung warten. Je nach Endung dauert sie Stunden bis mehrere Tage.
  5. Website und E-Mail prüfen: Seite aufrufen, Testmails in beide Richtungen senden, Kontaktformular ausprobieren.
  6. Alten Vertrag kündigen, wenn alles funktioniert, und Zugänge aufräumen.

Der wichtigste Trick gegen Ausfälle: Die DNS-Zone muss beim neuen Anbieter schon vollständig stehen, bevor die Domain dort ankommt. Dann merken Besucher und Mail-Server gar nicht, dass sich im Hintergrund etwas ändert.

Stolperfallen, die Ausfälle verursachen

  • Vergessene MX-Einträge: Die Website läuft, aber E-Mails kommen nicht mehr an. Das fällt oft erst nach Tagen auf.
  • Fehlende SPF/DKIM/DMARC-Einträge: Deine Mails landen plötzlich im Spam, weil sie nicht mehr als echt erkannt werden.
  • Zertifikat: Läuft das SSL-Zertifikat über den alten Anbieter, kann die Seite nach dem Umzug eine Browser-Warnung zeigen. Wie Du das vermeidest, steht in SSL-Zertifikat einrichten und erneuern.
  • Zeitpunkt: Starte nicht am Freitagabend oder vor einer Werbeaktion. Plane den Umzug in eine ruhige Phase, damit Du bei Problemen reagieren kannst.
  • Alte Zugänge: Passwörter und Zugänge zum alten Konto bleiben oft liegen. Entferne sie, sonst bleibt eine unnötige Angriffsfläche. Wie schnell so etwas teuer wird, zeigt unser Beitrag Website gehackt: Was tun?.
  • Verknüpfte Dienste: Google Search Console, Google-Unternehmensprofil, Newsletter-Tools und Zahlungsanbieter hängen oft an der Domain. Prüfe nach dem Umzug, ob sie noch funktionieren.

Was ein Domainumzug mit SEO zu tun hat

Wechselst Du nur den Anbieter und die Domain bleibt gleich, ändert sich für Google nichts: Adresse, Inhalte und Struktur sind identisch. Das Risiko liegt in Ausfallzeiten und technischen Fehlern, nicht in dem Umzug selbst. Läuft die Seite stundenlang nicht oder liefert Fehlerseiten, kann das die Sichtbarkeit kurzfristig beeinträchtigen. Ziehst Du dagegen auf eine neue Domain um, brauchst Du eine saubere Weiterleitung von allen alten Adressen. Das ist dann ein Website-Relaunch mit eigener Planung, und ein Fall für die SEO-Optimierung.

Selbst machen oder machen lassen?

Ein reiner Providerwechsel einer Domain ohne Mail ist für technisch interessierte Einsteiger machbar. Hilfe lohnt sich, wenn

  • Du eigene E-Mail-Postfächer auf der Domain nutzt,
  • Website, Domain und Mail bei verschiedenen Anbietern liegen,
  • die Seite Anfragen oder Umsatz bringt und Ausfälle teuer sind,
  • Du die DNS-Einträge nicht sicher zuordnen kannst.

Auch ein laufender Betrieb nach dem Umzug gehört dazu: Wer sich um Updates, Zertifikate und Überwachung nicht selbst kümmern will, findet bei uns Informationen zur Website-Wartung.

Häufige Fragen

Wie lange dauert ein Domainumzug?

Das hängt von der Endung und den beteiligten Anbietern ab. Oft ist der Transfer innerhalb weniger Stunden bis Tage abgeschlossen. Plane vorsichtshalber einige Werktage ein und starte nicht kurz vor einem wichtigen Termin.

Was kostet es, eine Domain umzuziehen?

Das unterscheidet sich je nach Anbieter und Endung. Manche berechnen eine Transfergebühr, bei anderen ist sie in der Verlängerung enthalten. Vergleiche vorab die Konditionen beider Seiten und achte auf Gebühren für Auszug und Restlaufzeit.

Geht beim Domainumzug meine E-Mail verloren?

Nein, wenn Du die DNS-Einträge, besonders MX, SPF, DKIM und DMARC, vorher beim neuen Anbieter anlegst und die Postfächer am bisherigen Ort weiterlaufen. Ohne diese Vorbereitung kann Mail aber zeitweise ausfallen oder im Spam landen.

Brauche ich dafür einen Auth-Code?

In der Regel ja. Der Auth-Code ist das Passwort, mit dem der neue Anbieter den Transfer autorisiert. Du forderst ihn beim bisherigen Anbieter an, nachdem Du die Domain entsperrt hast. Die genauen Schritte unterscheiden sich je nach Endung.

Verliere ich Rankings, wenn ich die Domain umziehe?

Bei einem reinen Anbieterwechsel mit gleicher Domain ändert sich aus Sicht von Google nichts. Ausfälle oder Fehler beim Umzug können sich kurzfristig auswirken, deshalb ist die Vorbereitung so wichtig. Bei einem Wechsel auf eine neue Domain brauchst Du zusätzlich saubere Weiterleitungen.

Du möchtest Deine Domain, Website und E-Mail ohne Risiko umziehen? Vereinbare ein unverbindliches Erstgespräch. Wir prüfen Deinen Bestand und planen den Wechsel so, dass Deine Seite erreichbar bleibt.

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