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Online-Shop erstellen lassen: Kosten 2026 im Detail

Du willst einen Online-Shop erstellen lassen und fragst Dich, welche Kosten realistisch auf Dich zukommen? Die ehrliche Antwort vorweg: Einen Pauschalpreis gibt es nicht. Was ein Shop kostet, hängt davon ab, wie viele Produkte Du verkaufst, welche Funktionen Du brauchst, wie individuell das Design sein soll und welche Schnittstellen angebunden werden müssen. Ein kleiner Shop mit einer Handvoll Produkte ist ein völlig anderes Projekt als eine Plattform mit tausenden Artikeln, Warenwirtschafts-Anbindung und mehreren Sprachen.

Was wir Dir aber geben können, ist ein vollständiger Überblick über alle Kostenblöcke, die bei einem Shop-Projekt anfallen – einmalig und laufend. Als Webdesign-Agentur aus Regensburg setzen wir Shops auf WooCommerce-Basis um und wissen aus vielen Erstgesprächen: Die unangenehmen Überraschungen entstehen selten beim Design. Sie entstehen bei den Posten, an die vorher niemand gedacht hat – Rechtstexte, Zahlungsgebühren, Wartung, Cookie-Banner.

Genau diese Posten gehen wir in diesem Artikel Schritt für Schritt durch. Am Ende hast Du eine Struktur, mit der Du Dein Shop-Projekt realistisch kalkulieren kannst – bevor Du Angebote einholst.

Online-Shop erstellen lassen: Kosten nach Shop-Größe

Seriöse Agenturen kalkulieren nach Aufwand, nicht nach Bauchgefühl. Deshalb sind alle Zahlen, die Du ohne Gespräch bekommst, nur grobe Orientierung. Am Markt haben sich aber typische Größenordnungen etabliert, die sich vor allem nach dem Umfang des Shops richten:

Shop-GrößeTypischer UmfangÜbliche Größenordnung (einmalig)
Starter-ShopWenige Produkte, Standard-Design, Basis-Funktionenmeist niedriger bis mittlerer vierstelliger Bereich
KMU-ShopGrößeres Sortiment, individuelles Design, mehrere Zahlungsarten, Produktvariantenmeist mittlerer bis oberer vierstelliger Bereich
IndividualprojektSehr großes Sortiment, Schnittstellen (Warenwirtschaft, ERP), Mehrsprachigkeit, Sonderfunktionenhäufig fünfstellig

Wichtig: Diese Spannen sind bewusst grob. Zwei Shops mit gleicher Produktanzahl können sich im Preis deutlich unterscheiden, wenn einer davon Konfiguratoren, Kundengruppen-Preise oder eine Lager-Anbindung braucht. Der Umfang bestimmt den Preis – nicht umgekehrt.

Was Du daraus mitnehmen solltest: Vergleiche Angebote nie nur über die Endsumme, sondern immer über den enthaltenen Leistungsumfang. Ein günstiges Angebot ohne Produkteinrichtung, Schulung und rechtliche Basisarbeit wird am Ende oft teurer als ein vollständiges.

WooCommerce, Shopify & Co.: Was die Systemwahl kostet

Die Wahl des Shopsystems beeinflusst nicht nur die Erstellungskosten, sondern vor allem die laufenden Kosten über Jahre. Die drei häufigsten Wege für KMU:

WooCommerce: Einmal investieren, dann selbst in der Hand

WooCommerce ist die Shop-Erweiterung für WordPress und unser Standard bei Shop-Projekten. Die Software selbst ist Open Source und kostenlos – Du zahlst für die professionelle Einrichtung, das Design und später für Hosting und Wartung. Der große Vorteil: Der Shop gehört Dir. Es gibt keine systemseitigen Verkaufsprovisionen, und Du bist bei Funktionen und Design nicht auf einen Baukasten beschränkt. Dafür trägst Du die Verantwortung für Updates und Sicherheit – oder gibst sie an eine Agentur mit Wartungsvertrag ab.

Shopify: Miete statt Eigentum

Shopify ist ein gehostetes System: Du mietest den Shop monatlich und musst Dich um Technik und Updates kaum kümmern. Das ist bequem, bedeutet aber laufende Systemgebühren, je nach Tarif zusätzliche Transaktionsgebühren und weniger Freiheit bei individuellen Anpassungen. Für manche Geschäftsmodelle passt das gut – rechne die Monatskosten aber immer auf drei bis fünf Jahre hoch, bevor Du vergleichst.

Baukästen: Günstiger Einstieg mit Grenzen

Shop-Baukästen der großen Hoster sind der günstigste Einstieg. Für ein kleines Nebenbei-Sortiment können sie reichen. Wer aber wachsen will, eigene Prozesse abbilden muss oder Wert auf saubere Suchmaschinenoptimierung legt, stößt erfahrungsgemäß schnell an Grenzen – und ein späterer Umzug auf ein richtiges System kostet dann doppelt.

Einmalige Kosten: Design, Produkteinrichtung, Zahlungsanbieter

Die einmaligen Kosten machen bei den meisten Projekten den größten Block aus. Dazu gehören typischerweise:

  • Konzept und Beratung: Zielgruppe, Sortimentsstruktur, Kategorien, Kundenführung. Klingt nach Vorarbeit, spart aber später teure Umbauten.
  • Design und Umsetzung: Vom angepassten Theme bis zum komplett individuellen Shop-Design. Je individueller, desto höher der Aufwand.
  • Produkteinrichtung: Produkte anlegen, Varianten (Größen, Farben), Bilder, Beschreibungen, Preise, Versandklassen. Dieser Posten wird am häufigsten unterschätzt – bei großen Sortimenten lohnt sich ein CSV-Import, der ebenfalls eingerichtet werden muss.
  • Zahlungsanbieter anbinden: PayPal, Kreditkarte, Klarna, Apple Pay oder Kauf auf Rechnung. Die Einrichtung ist einmalig, die Gebühren pro Verkauf laufen dauerhaft (dazu gleich mehr).
  • Versand und Steuern konfigurieren: Versandzonen, Versandkostenregeln, Mehrwertsteuersätze – gerade bei Verkauf ins EU-Ausland ein eigenes Thema.
  • Schulung: Damit Du Produkte, Bestellungen und Gutscheine selbst pflegen kannst, ohne für jede Kleinigkeit die Agentur zu brauchen.

Wenn Du noch kein Logo oder keine durchgängige Gestaltungslinie hast, kommt Branding als eigener Posten dazu – ein Shop ohne wiedererkennbares Erscheinungsbild verschenkt Vertrauen und damit Umsatz.

Laufende Kosten: Hosting, Wartung, Transaktionsgebühren

Ein Shop ist kein einmaliges Projekt, sondern ein laufender Betrieb. Diese Posten solltest Du pro Monat oder Jahr einplanen:

  • Hosting und Domain: Ein Shop braucht spürbar mehr Serverleistung als eine normale Website – langsame Ladezeiten kosten direkt Umsatz. Wir hosten Kundenshops DSGVO-konform bei IONOS in Deutschland, damit die Daten Deiner Kunden das Land nicht verlassen.
  • Wartung und Updates: WordPress, WooCommerce und Plugins bekommen regelmäßig Sicherheits- und Funktionsupdates. Bei einem Shop mit echten Kundendaten und Zahlungsvorgängen ist das keine Kür, sondern Pflicht.
  • Transaktionsgebühren: Zahlungsanbieter berechnen pro Verkauf eine Gebühr, meist als Prozentsatz plus Fixbetrag. Diese Kosten skalieren mit Deinem Umsatz und gehören deshalb in jede Kalkulation Deiner Marge.
  • Plugin- und Tool-Lizenzen: Manche Erweiterungen (etwa für Rechnungsstellung, Mehrsprachigkeit oder Marketing) haben Jahreslizenzen.
  • Marketing: Der schönste Shop verkauft nichts, wenn ihn niemand findet. Plane von Anfang an Budget für SEO und gegebenenfalls Google Ads ein – Sichtbarkeit ist ein laufender Posten, kein einmaliger.

Rechtliche Pflichtkosten: DSGVO, AGB, Rechtstexte

Der Punkt, der in Billig-Angeboten fast immer fehlt – und der in Deutschland am schnellsten teuer wird, wenn er fehlt. Ein Online-Shop braucht deutlich mehr rechtliche Absicherung als eine normale Website:

  • Rechtstexte: Impressum, Datenschutzerklärung, AGB und Widerrufsbelehrung müssen zum Shop passen. Hierfür brauchst Du eine verlässliche Quelle – etwa einen Anwalt oder einen laufend aktualisierten Rechtstexte-Dienst.
  • Cookie-Banner und Consent-Management: Tracking, Zahlungsanbieter und Marketing-Tools dürfen erst nach Einwilligung laden. Ein technisch sauber eingebundenes Consent-Tool ist Pflicht – wie das funktioniert, zeigen wir Dir auf unserer Seite zur DSGVO-Optimierung.
  • Pflichtangaben im Bestellprozess: Grundpreise, Lieferzeiten, korrekt beschrifteter Kauf-Button, Bestellbestätigung – Formalitäten, die abmahnfähig sind, wenn sie fehlen.
  • Verpackungsgesetz: Wer Ware versendet, muss sich im Verpackungsregister registrieren und seine Verpackungen lizenzieren. Kein großer Posten, aber einer, den viele Gründer übersehen.

Unser Rat aus der Praxis: Plane die rechtliche Seite von Anfang an als festen Kostenblock ein. Eine einzige Abmahnung kostet erfahrungsgemäß mehr als Jahre sauberer Rechtstexte-Pflege.

Beispielrechnung: So kalkulierst Du Deinen Shop realistisch

Statt Dir erfundene Beispielpreise vorzurechnen, geben wir Dir die Methode mit, mit der wir selbst kalkulieren. Geh diese fünf Schritte durch, bevor Du Angebote einholst:

  1. Sortiment klären: Wie viele Produkte, wie viele Varianten, wer pflegt sie? Die Produkteinrichtung ist oft der größte versteckte Aufwand.
  2. Funktionen in Muss und Kann trennen: Gutscheine, Kundenkonten, Filter, Schnittstellen – alles auflisten und ehrlich priorisieren. Vieles lässt sich bei WooCommerce später nachrüsten, ohne dass Du von Anfang an dafür zahlst.
  3. Einmalige Kosten anfragen: Konzept, Design, Umsetzung, Produkteinrichtung, Zahlungsarten, Schulung – und prüfen, ob alle Posten im Angebot enthalten sind.
  4. Laufende Kosten aufs Jahr hochrechnen: Hosting, Wartung, Lizenzen, Rechtstexte-Dienst plus die Transaktionsgebühren auf Deinen erwarteten Umsatz.
  5. Puffer einplanen: Bei jedem Shop-Projekt tauchen Wünsche auf, die vorher niemand auf dem Zettel hatte. Ein Puffer von grob zehn bis zwanzig Prozent auf die Einmalkosten ist realistisch.

Wenn Du diese fünf Punkte beantwortet hast, kann Dir jede seriöse Agentur ein belastbares Festpreis-Angebot machen – und Du erkennst sofort, welche Angebote Äpfel und welche Birnen sind.

Häufige Fragen (FAQ)

Was kostet ein Online-Shop bei einer Agentur?

Das hängt vom Umfang ab: Anzahl der Produkte, Individualität des Designs, Funktionen und Schnittstellen. Kleine Shops bewegen sich meist im vierstelligen Bereich, große Individualprojekte darüber. Verlässlich wird der Preis erst nach einem Gespräch über Deinen konkreten Bedarf – deshalb bieten wir das Erstgespräch kostenlos an.

Ist WooCommerce günstiger als Shopify?

Pauschal lässt sich das nicht sagen. WooCommerce hat höhere Einmalkosten für die Einrichtung, dafür keine systemseitigen Verkaufsprovisionen und keine Systemmiete. Shopify startet günstiger, kostet aber dauerhaft monatlich. Über mehrere Jahre gerechnet fährt ein wachsender Shop mit eigenem System oft besser – entscheidend ist Dein Geschäftsmodell.

Welche laufenden Kosten hat ein Online-Shop?

Fest einplanen solltest Du Hosting und Domain, Wartung und Updates, Transaktionsgebühren der Zahlungsanbieter, gegebenenfalls Plugin-Lizenzen und einen Rechtstexte-Dienst. Dazu kommt Marketing-Budget, denn ohne Sichtbarkeit bei Google bleibt auch der beste Shop leer.

Kann ich klein starten und den Shop später erweitern?

Ja – das ist sogar unser üblicher Rat. Mit WooCommerce startest Du mit einem soliden Grundgerüst und rüstest Funktionen wie zusätzliche Zahlungsarten, Mehrsprachigkeit oder Schnittstellen nach, wenn der Umsatz sie rechtfertigt. Wichtig ist nur, dass die Basis von Anfang an sauber aufgebaut ist.

Wie lange dauert es, einen Online-Shop erstellen zu lassen?

Je nach Umfang typischerweise einige Wochen bis wenige Monate. Die größten Zeitfaktoren sind erfahrungsgemäß nicht Design oder Technik, sondern die Zulieferung von Produktdaten, Bildern und Texten. Je besser Dein Sortiment vorbereitet ist, desto schneller geht Dein Shop live.

Lass uns Deinen Shop gemeinsam kalkulieren

Du weißt jetzt, aus welchen Bausteinen die Kosten eines Online-Shops bestehen – der nächste Schritt ist eine konkrete Zahl für Dein Projekt. In einem kostenlosen Erstgespräch schauen wir uns Dein Sortiment und Deine Ziele an und sagen Dir ehrlich, was Dein Shop kosten wird und was Du Dir sparen kannst. Melde Dich einfach über unsere Kontaktseite – wir antworten in der Regel innerhalb eines Werktags.

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