Website für Schreiner: mehr Aufträge aus der Region
Ein Einbauschrank, der auf den Millimeter in die Dachschräge passt. Ein Esstisch aus massiver Eiche, an dem drei Generationen sitzen werden. Die Kommode der Großmutter, die Du wieder zum Leben erweckst. Als Schreiner schaffst Du Dinge, die bleiben. Nur: Online ist von dieser Qualität bei vielen Betrieben nichts zu sehen.
Dabei beginnt heute fast jeder Auftrag am selben Ort. Wer ein Möbelstück nach Maß, eine neue Küche oder den Innenausbau fürs Eigenheim plant, sucht zuerst im Netz – und lässt sich Zeit. Möbel vom Schreiner sind ein Überlegungskauf: Menschen sammeln wochenlang Ideen auf Pinterest, vergleichen Werkstätten und wägen ab, ob sie zum Möbelhaus gehen oder doch das Individuelle wollen. Wer seine Arbeit in dieser Phase überzeugend zeigt, ist im Rennen. Wer nur einen alten Branchenbucheintrag hinterlässt, ist meist schon aussortiert, bevor das erste Telefonat stattfindet.
Die gute Nachricht: Du brauchst keine aufwendige Konzern-Website. Als Schreinerei brauchst Du eine klare, schnelle Seite, die Deine Handschrift sichtbar macht und vier Fragen beantwortet: Was baust Du, in welcher Qualität, für wen – und wie kommt man an ein Angebot? In diesem Artikel liest Du, welche Inhalte auf eine Website für Schreiner gehören, warum die Projektgalerie Dein stärkstes Werkzeug ist, wie Du regional gefunden wirst und was das Ganze realistisch kostet.
Warum eine Schreinerei ohne Website Aufträge verliert
Ob in Ostbayern „Schreiner” oder weiter nördlich „Tischler” – das Muster ist überall gleich: Selbst wer über eine Empfehlung zu Dir kommt, prüft Dich anschließend online. Findet er nichts Belastbares, entsteht Unsicherheit. Findet er eine Werkstatt mit echten Projektbildern, klaren Leistungen und guten Bewertungen, ist die Entscheidung oft schon gefallen.
Dazu kommen die Suchanfragen ganz ohne Empfehlung: „Schreiner Regensburg”, „Einbauschrank nach Maß”, „Massivholztisch Werkstatt in der Nähe”. Diese Menschen haben ein konkretes Vorhaben und ein Budget – und sie beauftragen den Betrieb, den sie finden und dem sie auf den ersten Blick vertrauen. Gerade beim Schreiner geht es dabei nicht um den billigsten Preis, sondern um Qualität, Beratung und das gute Gefühl, dass hier jemand sein Handwerk versteht. Genau das lässt sich auf einer Website zeigen – und genau das kann das anonyme Möbelhaus nicht.
Die Projektgalerie: Dein wichtigstes Werkzeug
Wenn ein Interessent überlegt, mehrere tausend Euro in ein Möbelstück zu investieren, will er eines sehen: dass Du so etwas schon gebaut hast. Deshalb ist die Projektgalerie das Herzstück jeder Schreiner-Website – wichtiger als jeder Werbetext.
Statt einer wilden Sammlung von Handyfotos sortierst Du die Galerie am besten nach Kategorien, so wie Kunden denken: Wohnen, Küche, Ankleide, Innenausbau, Restaurierung. Zu jedem Projekt gehören ein paar aussagekräftige Bilder und zwei, drei Sätze zur Einordnung. Ein paar Tipps aus unseren Projekten:
- In gutes Licht investieren. Holz lebt vom Licht. Ein Möbelstück bei Tageslicht und in aufgeräumter Umgebung fotografiert wirkt zehnmal hochwertiger als ein Schnappschuss in der Werkstatt.
- Details zeigen. Eine saubere Gehrung, eine handgearbeitete Zinkenverbindung, ein besonderer Beschlag – solche Nahaufnahmen erzählen mehr über Deine Qualität als jedes Adjektiv.
- Kontext liefern. Schreib kurz dazu, was es war: Holzart, Maße, Besonderheit, gern der Ort – etwa „Ankleide in Eiche, Regensburg-Kumpfmühl”. Das schafft Nähe und hilft bei der lokalen Suche.
- Vorher-Nachher nutzen, wo es passt – besonders bei Restaurierungen und Aufarbeitungen. Der Kontrast zwischen altem Erbstück und frischem Ergebnis berührt sofort.
- Einverständnis einholen, bevor Bilder aus privaten Wohnräumen online gehen. Ein kurzer Satz im Angebot genügt meist.
Acht bis zwölf richtig gut aufbereitete Projekte überzeugen stärker als hundert lieblose Fotos – bei einem Gewerk, das vom Auge lebt, schlägt Qualität immer die Masse.
Leistungen klar zeigen – von Möbel nach Maß bis Innenausbau
„Schreiner” heißt für Kunden ganz Unterschiedliches – vom Massivholztisch bis zum kompletten Innenausbau. Damit sich Interessenten und Google zurechtfinden, sollte jede Kernleistung idealerweise eine eigene Unterseite bekommen:
| Leistung | Wonach Kunden suchen | Warum eine eigene Seite |
|---|---|---|
| Möbel nach Maß | „Sideboard nach Maß”, „Esstisch Massivholz” | Kern des Geschäfts, viele Einstiegssuchen |
| Einbauschränke & Ankleiden | „Einbauschrank Schreiner + Ort” | Hoher Projektwert, gut planbar |
| Küchen & Waschtische | „Massivholzküche vom Schreiner” | Großes Budget, lange Entscheidungszeit |
| Innenausbau & Wandverkleidung | „Innenausbau Holz + Ort” | Größere Aufträge, oft mit Architekten |
| Türen, Treppen & Parkett | „Holztreppe nach Maß”, „Zimmertür Schreiner” | Konkrete Einzelanfragen mit klarem Bedarf |
| Restaurierung & Aufarbeitung | „Antiquität restaurieren lassen” | Emotionaler Anlass, schnelle Abschlüsse |
Wenn Du neben Privatkunden auch für Architekten, Innenarchitekten oder Gewerbe arbeitest – Ladenbau, Praxis- oder Gastroeinrichtung –, gib diesem Bereich einen eigenen Platz. Diese Aufträge sind größer und laufen über andere Ansprechpartner als das Privatgeschäft.
Handwerksqualität sichtbar machen: Material, Meister, Werkstatt
Der Grund, warum jemand zum Schreiner geht statt ins Möbelhaus, ist Vertrauen in echte Qualität. Also mach diese Qualität sichtbar, statt sie nur zu behaupten. Erzähle, mit welchen Materialien Du arbeitest – heimische Hölzer wie Eiche, Esche oder Nussbaum, geölte Oberflächen, geprüfte Beschläge – und dass ein Möbelstück von Dir reparierbar ist und Jahrzehnte hält, während Pressspan bald auf dem Sperrmüll landet.
Genauso wichtig ist der Mensch dahinter: ein Foto von Dir und Deinem Team in der Werkstatt, ein paar ehrliche Sätze zur Geschichte des Betriebs, der Meisterbrief, die Innungsmitgliedschaft. Handwerk ist Vertrauenssache, und Vertrauen entsteht über Gesichter und Geschichten, nicht über Floskeln. Wer sieht, dass hinter der Werkstatt ein echter Mensch mit Anspruch steht, greift eher zum Hörer.
Von der Galerie zur Anfrage: das durchdachte Projektformular
Tagsüber stehst Du an der Hobelbank oder bist beim Kunden zum Aufmaß – ans Telefon gehen ist oft nicht drin. Deine Interessenten recherchieren aber genau dann, wenn sie Zeit haben: abends oder am Wochenende. Wer dann nur eine Telefonnummer findet, meldet sich oft gar nicht. Ein durchdachtes Anfrageformular fängt diese Menschen auf und nimmt Dir Rückfragen ab. Sinnvolle Felder für die Schreinerei sind:
- Um welche Leistung geht es (Möbel nach Maß, Einbauschrank, Küche, Innenausbau, Restaurierung …)?
- Welcher Raum bzw. welches Objekt, mit ungefähren Maßen?
- Wunsch-Holzart oder Stil – oder ehrlich „noch offen, bitte beraten”
- Skizze, Grundriss oder Inspirationsfoto zum Hochladen
- Postleitzahl und Ort
- Ungefähres Budget und gewünschter Zeitraum
Ein optionaler Foto- oder Skizzen-Upload ist Gold wert: Ein Bild der Dachschräge oder des alten Stuhls sagt mehr als drei Absätze Text. So bekommst Du vorqualifizierte Anfragen, die Du in Ruhe kalkulieren kannst – statt Dich durch endlose Rückfragen zu telefonieren.
Regional gefunden werden: „Schreiner + Ort”, Profil und KI-Suche
Die schönste Website bringt wenig, wenn sie niemand findet. Für Schreinereien zählt vor allem die regionale Suche – die meisten Kunden kommen aus dem eigenen Landkreis und dem näheren Umland. Nenne Dein Einzugsgebiet deshalb klar: Stadt, Landkreis und die wichtigsten Orte, in die Du zur Montage rausfährst.
Wenn jemand „Schreiner + Stadtname” googelt, erscheinen ganz oben die Kartenergebnisse mit drei lokalen Betrieben – noch vor den normalen Treffern. Dort landest Du nur mit einem gepflegten Google Unternehmensprofil: passende Kategorien, aktuelle Projektfotos, vollständige Angaben und regelmäßig beantwortete Bewertungen. Gerade bei einem hochwertigen Überlegungskauf lesen Interessenten die Rezensionen genau – Termintreue, Beratung und saubere Ausführung geben den Ausschlag. Wie Du das systematisch aufsetzt, zeigen wir Dir bei unserem Local-Listing-Service.
Auf der Website selbst gilt: Schreib so, wie Deine Kunden suchen – „Massivholzküche Regensburg” statt „hochwertige Wohnraumveredelung”. Diese Kombination aus Leistung und Ort gehört in Titel, Überschriften und Texte. Neu im Jahr 2026 ist ein zweiter Kanal: Immer mehr Menschen fragen KI-Assistenten „Wer baut mir in Regensburg einen Einbauschrank nach Maß?”. Solche Systeme empfehlen bevorzugt Websites mit klar strukturierten Inhalten – wer seine Leistungen und sein Gebiet sauber beschreibt, taucht auch hier eher auf. Wie das planvoll funktioniert, erfährst Du auf unserer Seite zur SEO-Optimierung.
Technik 2026: Tempo, Mobilgeräte und Barrierefreiheit
Eine Bildergalerie ist schön – aber Fotos sind schwer, und langsame Seiten verlieren Besucher, bevor das erste Möbelstück geladen ist. Deine Bilder müssen daher sauber komprimiert, in modernen Formaten und mit verzögertem Nachladen eingebunden sein, damit die Seite auch am Handy in Sekunden steht. Diese Ladezeiten (die sogenannten Core Web Vitals) bewertet auch Google – schnelle Seiten ranken besser. Und weil die meisten Deiner Besucher vom Smartphone kommen, muss die Galerie dort genauso gut aussehen wie am großen Bildschirm.
Ein zweites Thema ist die Barrierefreiheit. Seit dem 28. Juni 2025 verlangt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) für viele digitale B2C-Angebote eine barrierefreie Gestaltung nach dem Standard WCAG 2.1 AA – bei Verstößen drohen Bußgelder bis zu 100.000 Euro. Für die reine Präsentationsseite einer kleinen Schreinerei greift diese Pflicht oft nicht: Kleinstunternehmen sind bei Dienstleistungen ausgenommen, und ohne Online-Shop fällt eine Portfolioseite meist nicht unter das Gesetz. Verkaufst Du dagegen Standardmöbel direkt online, wird das Thema relevant. Unabhängig davon helfen gute Kontraste, klare Struktur und Bedienbarkeit per Tastatur allen Besuchern. Die rechtliche Einordnung für Deinen Fall klärst Du am besten mit einem Fachanwalt – wir sind Webdesigner, keine Juristen, setzen die technischen Grundlagen aber sauber um.
Was kostet eine Website für die Schreinerei – und was bringt sie?
Die ehrliche Antwort: Es kommt auf den Umfang an. Ein kompakter Auftritt mit Startseite, Leistungen, Projektgalerie und Kontaktformular bewegt sich üblicherweise im unteren bis mittleren vierstelligen Bereich. Kommen viele Leistungsseiten, ein eigener B2B-Bereich, eine sehr umfangreiche Galerie oder gar ein Shop für Standardmöbel dazu, steigt der Aufwand entsprechend. Seriös beziffern lässt sich das erst im Gespräch – Pauschalpreise ohne Beratung solltest Du hinterfragen.
Wichtiger als der reine Preis ist die Rechnung dahinter: Was ist Dir ein zusätzlicher Auftrag wert? Bei einer Einbauküche, einer kompletten Ankleide oder einem Innenausbau reicht oft ein einziges Projekt über die Website, damit sich die Investition bezahlt macht – und die Seite arbeitet danach jahrelang weiter für Dich.
Der Ablauf ist bei uns überschaubar: Erstgespräch, Konzept mit regionaler Keyword-Strategie, Design, technische Umsetzung mit mobiler Optimierung und schnellen Ladezeiten, dann Inhalte und Recht – Impressum, Datenschutz, Cookie-Banner und lokal eingebundene Google Fonts. Nach dem Launch übernehmen wir auf Wunsch Updates, Backups und DSGVO-konformes Hosting bei IONOS in Deutschland. Als Webdesign-Agentur aus Regensburg begleiten wir Dich vom Entwurf bis zum fertigen Auftritt; mehr dazu auf unserer Seite Website erstellen lassen.
Häufige Fragen (FAQ)
Was kostet eine Website für einen Schreiner?
Ein kompakter Auftritt mit Leistungen, Projektgalerie und Kontaktformular liegt üblicherweise im unteren bis mittleren vierstelligen Bereich. Kommen ein B2B-Bereich, viele Leistungsseiten oder ein Shop dazu, steigt der Aufwand. Ein konkretes Angebot bekommst Du nach einem kurzen, kostenlosen Erstgespräch.
Wie präsentiere ich meine Projekte am besten?
Mit wenigen, dafür richtig guten Fotos. Sortiere die Galerie nach Kategorien (Wohnen, Küche, Ankleide, Restaurierung), zeig Detailaufnahmen Deiner Verarbeitung und schreib zu jedem Projekt Holzart, Maße und Ort dazu. Acht bis zwölf starke Referenzen wirken stärker als hundert Handyfotos.
Reicht ein Instagram- oder Pinterest-Profil nicht aus?
Als Ergänzung sind sie super, als Ersatz nicht. Auf Deiner eigenen Website bestimmst Du Aufbau und Inhalt selbst – unabhängig von Algorithmen. Und nur mit eigener Seite wirst Du für Suchbegriffe wie „Schreiner + Ort” zuverlässig bei Google und in der KI-Suche gefunden.
Muss meine Schreiner-Website barrierefrei sein?
Für eine reine Portfolioseite eines kleinen Betriebs meist nicht: Kleinstunternehmen sind bei Dienstleistungen vom BFSG ausgenommen. Sobald Du aber Möbel über einen Online-Shop verkaufst, wird Barrierefreiheit zur Pflicht. Die rechtliche Einordnung liegt bei Dir bzw. einem Fachanwalt – barrierearm zu gestalten ist ohnehin sinnvoll.
Wie lange dauert es, bis meine Website online ist?
Ein kompaktes Projekt ist in wenigen Wochen umsetzbar. Ehrlich gesagt hängt das Tempo oft daran, wie schnell Fotos, Texte und Logo bereitstehen. Wir unterstützen Dich beim Aufbereiten der Inhalte – gerade gute Projektfotos sind bei der Schreinerei den Aufwand wert.
Fazit
Eine gute Website für Schreiner macht Deine Handwerksqualität sichtbar, rückt Deine Projektgalerie als stärkstes Argument nach vorn und verwandelt Besucher in konkrete, vorqualifizierte Anfragen – aus Deiner Region. Sie zeigt genau das, was das Möbelhaus nie zeigen kann: dass hinter jedem Stück ein Mensch mit Anspruch und Können steht.
Du musst dafür kein Web-Profi werden – das ist unser Handwerk. Vereinbare ein kostenloses Erstgespräch: Wir schauen uns gemeinsam an, wo Deine Schreinerei online steht und welche Lösung wirklich Sinn ergibt. Ohne Fachchinesisch, ohne Verpflichtung – wir freuen uns auf Dein Projekt.