Apple fordert Patreon: Creator müssen auf In-App-Käufe wechseln

Apple fordert Patreon auf, Creator bis November auf In-App-Käufe für Abonnements umzusteigen

In den letzten Jahren hat sich die Plattform Patreon als eine der führenden Möglichkeiten für Content Creator etabliert, um ihre Inhalte monetär zu unterstützen. Diese Entwicklung steht nun vor einer bedeutenden Herausforderung, da Apple von Patreon verlangt, ihre Zahlungsstrukturen bis November 2026 zu ändern. Die Anforderung lautet, dass alle Abonnements über das in-app purchase-System von Apple abgewickelt werden müssen.

Die Hintergründe von Apples Entscheidung

Apple hat immer wieder betont, dass die Sicherheit seiner Nutzer und die Integrität seiner Plattform oberste Priorität haben. Die Einführung von in-app purchase als Standard für alle Abonnements soll dazu dienen, ein einheitliches Bezahlmodell zu schaffen, das Nutzer vor Betrug schützen soll. Darüber hinaus ermöglicht es Apple, seinen Anteil an den Einnahmen zu sichern, was für das Unternehmen eine wesentliche Einkommensquelle darstellt.

Die Codierungsrichtlinien von Apple besagen, dass jede App, die digitale Inhalte oder Dienstleistungen verkauft, die App Store-Zahlungsmethoden einsetzen muss. Dies umfasst auch Apps, die Abonnements für Creator anbieten, weshalb die Entscheidung von Apple nicht überraschend kommt.

Die Auswirkungen auf die Creator

Die Umstellung auf in-app purchase bedeutet, dass Creator eine Provision an Apple zahlen müssen, die in der Regel 30% der Einnahmen beträgt. Dies könnte erhebliche Auswirkungen auf die Monetarisierungsmöglichkeiten der Creator auf Patreon haben, da sie möglicherweise gezwungen sind, ihre Preise zu erhöhen, um die höheren Gebühren auszugleichen.

Viele Creator, die sich auf Patreon spezialisiert haben, waren bisher in der Lage, ihre Preise direkt zu setzen und die Gebühren für Drittanbieter zu umgehen. Mit dieser neuen Regelung könnten viele auf die Plattform wechselnde Content Creator abgeschreckt werden, was zu einem Rückgang der kreativen Vielfalt führt.

Reaktionen der Creator-Community

Die Ankündigung von Apple hat in der Creator-Community gemischte Gefühle ausgelöst. Viele äußern ihre Sorgen über die höheren Kosten, die sie ihren Nutzern auferlegen müssten. Einige Creator haben bereits angedeutet, dass sie alternative Monetarisierungsplattformen in Betracht ziehen werden, wenn Patreon nicht aggressiv auf diese Änderungen reagiert.

Besorgte Stimmen warnen vor einem möglichen Rückgang der Kreativität und Innovationskraft auf Plattformen wie Patreon, die in erster Linie durch ihre Flexibilität und die direkten Beziehungen zwischen Schöpfern und ihren Unterstützern geprägt sind.

Patreons Antwort auf Apples Anforderungen

In einer offiziellen Stellungnahme hat Patreon angekündigt, die Anforderungen von Apple ernst zu nehmen und mit dem Unternehmen zusammenzuarbeiten, um eine für beide Seiten akzeptable Lösung zu finden. Das Unternehmen hat jedoch auch betont, dass es die Wichtigkeit der direkten Verbindung zwischen Creatoren und deren Unterstützern versteht und weiterhin die Interessen der Creator schützen möchte.

Patreon arbeitet aktiv mit seinen Nutzern zusammen, um sie über die bevorstehenden Änderungen zu informieren und Strategien zu entwickeln, wie sie sich anpassen können, um ihre Einnahmen zu maximieren. Das Unternehmen hat auch Betatests und Feedback-Runden initiiert, um die potenziellen Auswirkungen der Änderungen besser einzuschätzen.

Alternativen zu Apple und der App Store

Die Diskussion über die Abhängigkeit von Plattformen wie Apple und der App Store hat viele Creator dazu angeregt, alternative Monetarisierungsmodelle in Betracht zu ziehen. Plattformen wie Substack, Ko-fi und Buy Me a Coffee bieten verschiedene Möglichkeiten, wie Creators Geld verdienen können, ohne die strengen Richtlinien des App Store befolgen zu müssen.

Die Schaffung und Förderung solcher Alternativen könnte dazu beitragen, dass Creator unabhängiger von großen Technologieunternehmen werden, die oft unflexible Einnahmebedingungen und Gebührenstrukturen auferlegen.

Fazit: Ein Wandel in der Creator-Wirtschaft

Die Entscheidung von Apple, die Monetarisierung für Creator strenger zu regeln, wird erhebliche Auswirkungen auf die Art und Weise haben, wie Inhalte in der digitalen Welt produziert und finanziert werden. Die Plattform Patreon steht an einem kritischen Punkt, an dem sie sich anpassen muss, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden, während sie gleichzeitig die Interessen ihrer Creator verteidigen sollte.

Die zukünftige Entwicklung der Creator-Wirtschaft wird stark von den Reaktionen dieser Communities und Plattformen abhängen. Die Möglichkeit, kreativ und einträglich zu arbeiten, könnte durch Faktoren wie diese Richtlinien ernsthaft gefährdet sein. Die Schaffung von mehr Optionen und flexibleren Geschäftsmodellen könnte der Schlüssel dazu sein, den Schöpfern mehr Freiheit zu geben und gleichzeitig eine Vielzahl von Inhalten für die Zuschauer zu fördern.

Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Situation entwickeln wird und welche langfristigen Auswirkungen sie auf die Monetarisierung im digitalen Raum haben wird. Um mehr über diese Veränderungen zu erfahren und aktuelle Updates zu erhalten, besuchen Sie den vollständigen Artikel auf TechCrunch.

Veröffentlicht am 08.02.2026

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